Deutschlands Sterne-Restaurants 2026: Eine kulinarische Reise durch die Besten des Guide Michelin

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Der prestigeträchtige Guide Michelin hat für 2026 die neuen Sternenbewertungen für Deutschlands Spitzengastronomie bekannt gegeben. Insgesamt wurden 25 neue Restaurants ausgezeichnet, und die Condé Nast Traveller Redaktion präsentiert ihre Favoriten unter den Preisträgern. Neben elf etablierten Drei-Sterne-Restaurants, die ihre Auszeichnung verteidigen konnten, freut sich das L.A. Jordan in Deidesheim über seinen dritten Stern. Vier neue Häuser erhielten zwei Sterne, darunter das innovative The Cloud by Käfer in München, das kreative The Dune in Frankfurt und die malerische Mühle am Schluchsee. Auch Restaurants mit einem oder drei Sternen, die durch besondere Konzepte oder langjährige Exzellenz überzeugen, finden hier Erwähnung.

Ein bemerkenswerter Aufstieg gelang The Cloud by Käfer in München, das direkt zwei Sterne erhielt. Das Restaurant in der BMW Welt, erst im Juni 2025 eröffnet, beeindruckt unter Küchenchef Jens Madsen mit einem einzigartigen Konzept: Der Gastraum schwebt förmlich unter der Decke, und Madsen serviert ein saisonal wechselndes Menü, dessen Aromen sich über etwa ein Jahr einer bestimmten Region widmen. Nach Südostafrika als Auftakt, einer Hommage an Madsens tansanische Wurzeln, zieht die kulinarische Wolke ab Juli weiter in die Amazonasregion. Sein mit Milchkalb, Erdmandel und Habanero gefülltes Fladenbrot, Chapati genannt, wurde schnell zum gefeierten Signature Dish.

Ebenfalls von null auf zwei Sterne katapultierte sich The Dune in Frankfurt, gelegen im Althoff-Hotel The Florentin. Küchenchef Niclas Nußbaumer und Serviceleiterin Lea Rupp haben das erst vor sechs Monaten eröffnete Restaurant zu einem Erfolg geführt. Nußbaumer, bereits mit zwei Sternen in seiner Schwarzwälder Heimat ausgezeichnet, vereint französische Präzision, lokale Produkte und leise asiatische Einflüsse. Seine Küche zeichnet sich durch Herz und Seele aus, wie ein Liebesbrief, der zum selbstgebackenen Sauerteigbrot gereicht wird. Zutaten wie Reh aus dem Schwarzwald und kreative Desserts wie eine Cornflakes-Interpretation mit Kaviar zeugen von seiner Innovationskraft. Die Weinbegleitung und alkoholfreien Optionen sind ebenso exzellent.

Im malerischen Schwarzwald konnte die Mühle am Schluchsee ihren zweiten Stern erobern, nur ein Jahr nach der ersten Auszeichnung. Küchenchef Fabian Obergfell und Souschef Tobias Ortlieb kreieren Gerichte, die eine Ode an die Heimat sind – von der Schwarzwälder Quiche bis zur Schwarzwälder Kirschtorte. Zwischen diesen regionalen Highlights begeistern Lachsforelle mit Salzzitronenschaum oder Kalbsbries mit Traube. Die Küche ist modern, leicht und verbindet lokales Gefühl mit internationalem Gespür. Hotelier Marius Tröndle und Restaurantleiterin Sina Pfefferle tragen maßgeblich zur herzlichen Atmosphäre bei. Sina Pfefferle überrascht zudem mit einer größtenteils selbst komponierten alkoholfreien Menübegleitung.

Das Brothers in München, Schwabing, behält seinen wohlverdienten Stern und erweist sich als Bereicherung für die traditionsreiche Stadt. Die Atmosphäre ist gehoben, aber entspannt, was dazu führt, dass sich Gäste wie Freunde fühlen. Küchenchef Daniel Bodamer verarbeitet beste Zutaten zu Kompositionen, die bleibende Eindrücke hinterlassen, wie beispielsweise Steinbutt mit weißer Zwiebel und Zucchiniblüte. Die Zwillingsbrüder Tobias und Markus Klaas, die Gründer, sorgen für das Gesamtpaket: Tobias als Sommelier mit exzellenten Weinbegleitungen und Markus als Restaurantleiter, der für eine stimmige Atmosphäre und hervorragende Musik sorgt.

In Hamburg hält das Haerlin im Hotel Vier Jahreszeiten weiterhin seine drei Sterne. Küchenchef Christoph Rüffer, der seit fast 25 Jahren das Restaurant leitet, wurde diese höchste Auszeichnung im vergangenen Jahr zuteil. Seine Fähigkeit, regionale Zutaten mit internationalen Einflüssen zu verbinden, ist einzigartig und zeugt von einer herausragenden kulinarischen Balance. Ein aktuelles Beispiel ist der Maibockrücken mit Kampot-Pfeffer gratiniert, Kirschessigjus und Douglasienöl. Die Menüs im Haerlin wechseln passend zu den Jahreszeiten.

Ein Geheimtipp für Gourmets ist Troyka in Erkelenz, Rheinland, das seinen Stern im fünften Jahr hält. Küchenchef Alexander Wulf, der erste Sternekoch mit russischen Wurzeln, interpretiert die russische Küche neu und verwendet regionale Produkte. Auf der Speisekarte finden sich Gerichte wie Russian Kimchi und eine Russische Teezeit neben Gänseleber und Languste. Eine Besonderheit ist der Chef's Table mit Kameras und Bildschirm, die den Blick in die Küche und das Anrichten der Speisen ermöglichen. Der Name Troyka, russisch für „Dreigespann“, würdigt die Teamleistung von Alexander Wulf, Marcel Kokot und Ronny Schreiber.

Die vorgestellten Restaurants verkörpern die Vielfalt und Exzellenz der deutschen Spitzengastronomie, mit kreativen Küchenchefs, die Traditionen neu interpretieren, regionale Produkte zelebrieren und ihren Gästen unvergessliche kulinarische Erlebnisse bereiten. Von München über Frankfurt und den Schwarzwald bis nach Hamburg und Erkelenz zeigen diese Häuser, dass Deutschland eine reiche und dynamische Gourmetlandschaft besitzt, die immer wieder aufs Neue überrascht und begeistert.

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